Schirmherrnbitten beim Löschzug Ittling

Samstag 7.Oktober 17Uhr, die Anspannung steigt, denn heute werden die ersten beiden wichtigen Punkte zum Jubiläumsfest der Feuerwehr in einem würdigen Rahmen angegangen. An der Spitze marschieren Festleiter Georg Hien, Zugführer Roland Griesbeck, Stadtbrandrat Stephan Bachl, Stadtbrandinspektor Michael Schießl, die Donaumusikanten sowie der gesamte Löschzug Ittling zum Anwesen von Oberbürgermeister Markus Pannermayr. Unterwegs bekunden immer wieder Anwohner mit Applaus, ihre Vorfreude zu diesem großen Ereignis. Die wunderschöne Marschmusik der Donaumusikanten, lässt die doch etwas lange Wegstrecke zu Fuß, kurzweilig erscheinen. Angekommen am Wohnhaus der Familie Pannermayr, wird die Jubiläumsfeuerwehr bereits von der gesamten Familie freudig erwartet. Auf dem Heuwagerl, welches die Wegstrecke mitgezogen wurde, konnte man schon den spitzen Balken erkennen, der wunderschön beschriftet, als Kniebank verwendet werden sollte. Er lobte die Feuerwehr und sprach davon, wäre die Freiwillige Feuerwehr noch nicht erfunden, müsste man dies sofort machen. Trotz der Belastung durch den Brand am ehemaligen Jugendzentrum, welcher die ganze Nacht dauerte, sind hier und heute alle gekommen. Er sprach den verletzten Feuerwehrleuten gute Besserung und baldige Genesung aus. Doch nun nahm der Verlauf des Schirmherrnbittens seinen Lauf. Nun mussten die 3 Bittsteller Hien Georg, Roland Griesbeck sowie Christian Huber, in Vertretung aller Feuerwehrleute, ihre Bitte an Markus Pannermayr vortragen. „Grüß Gott beisammen sagt die Feuerwehr, eine große Bitt, die treibt uns hierher. Einen Schirmherrn brauchen wir, soviel steht fest, nächstes Jahr für unser 150jähriges Jubiläumsfest“. Nachdem alle Verse von den 3 Bittstellern knieend vorgetragen waren, übernahm OB Markus Pannermayr das Wort. Er sprach in gewohnter Manier zu der Feuerwehr, dass er mit Freude und Stolz, aber auch großer Demut, diese Patenschaft übernehmen werde. „Ich werd um Beistand von oben bitten Tag und Nacht, damit´s beim Fest nicht blitzt und kracht. Laßt`s uns zusammenhalten, nach alter Sitt und Brauch, dann klappt´s mit dem Jubiläumsfest ganzer sicher auch“! Nach einem kurzen Umtrunk, wurde dann gemeinsam, mit Marschmusik, zur Zugwache gezogen. Dort wartete schon das zukünftige Festgefolge, denn es gab ja noch einen zweiten wichtigen Punkt an diesem Abend. In der wunderschön geschmückten Festhalle, wartete nach einem gemeinsamen Abendessen, eine Überraschung auf die 4 ehemaligen Festmütter vom Löschzug Ittling. Im Vorfeld hatte sich der Festverein auf etwas ganz besonders geeinigt. 150 Jahre Feuerwehr sind es Wert, dass zu diesem Jubiläum, die noch lebenden Festmütter, es sind vier an der Zahl, gemeinsam die Rolle einer Ehrenfestmutter übernehmen sollen. Aus diesem Grund war Festfrau Irmgard Pellkofer (100jähriges Gründungsfest 1969), Festfrau Gertraud Ringlstetter (115 jähriges Gründungsfest 1984), Festfrau Ulla Hausladen (125jähriges Gründungsfest 1994) sowie Festfrau Hildegard Huber (140jähriges Gründungsfest 2008) anwesend. (Dem genauen Leser der Zeitung mag es nicht entgehen, dass hier mit den Jahreszahlen etwas nicht passen mag. Nachdem die Fahne aus 1929 allmählich begann, sich zu zersetzen, wurde überlegt was man tun kann und muss. Um die Fahne zu retten, so die Experten, musste sofort gehandelt werden. So wurde 2007 entschieden, die Fahne aufwendig zu restaurieren und zu segnen. Was lag näher als ein Fest zu feiern. Gesagt getan, machten sich junge Feuerwehrleute auf den Weg, um die Geschichte der Feuerwehr Ittling genauestens zu betrachten. Nach intensiven und aufwendigen Recherchen, fanden sie im Staatsarchiv ein Dokument, welches auf das Gründungsjahr 1868 hinweist. In vielen Expertengesprächen festigte sich die Tatsache, die Feuerwehr Ittling wurde 1868 gegründet, doch aus unerklärlichen Gründen erst 1869 eingetragen. So musste schnell gehandelt werden, die Zeit drängte, denn nun wurde 2008 das 140jährige Gründungsfest begangen). Die Feuerwehr überraschte nun alle vier Festmütter und verlieh ihnen allen den Titel der Ehrenfestmutter des Löschzuges Ittling. Sichtlich gerührt nahmen die 4 Damen den Titel mit großer Freude an. Doch damit war es noch nicht getan . Nun wurden die 4 Ehrenfestmütter gefragt, ob sie sich bereit erklären würden, gemeinsam die Patenschaft als Ehrenfestmutter zum 150jährigen Jubiläum zu übernehmen. Mit ganzem Herzen und großer Freude wurde der Antrag angenommen. Stellvertretend für die 4 Festmütter sagte Frau Hildegard Huber zu. Unter tobendem Applaus wurde dies von den Feuerwehrleuten vernommen. Mit „Jubel“ „Jubel“-Rufen der Anwesenden wurden die beiden ersten Schritte in Richtung Jubiläumsfest bestätigt, weitere sollten folgen. Anschließend wurde das Festgefolge den aktiven Kameraden vorgestellt. Auch wurde bekundet, dass die Festdamen, Festmädchen und -buben, ihr Amt mit Freude annehmen und mit ganzem Herzen und ganzer Kraft ausführen wollen.
Nach dem Offiziellen Teil wurde noch gemütlich bei Bier und Wein zusammen gesessen.

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